Wissenswertes zum verwendeten Leder


Die Berichte über die Zustände der Lederproduktion in Indien/Bangladesch (z.B.: ZDF in der Reihe 37 Grad:
Gift auf unserer Haut) und allgemein die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen im asiatischen Raum, haben uns deutlich gemacht, dass wir auf jeden Fall anders, vor allem so umweltfreundlich wie möglich produzieren wollen.

Bionaturleder war der erste Gedanke. Es wird pflanzlich (vegetabil) gegerbt und gefärbt. Das klingt sehr gut, aber...
Eine Umweltbelastung entsteht bei der Ledergerbung vor allem durch die hohe Menge an Wasser, die benötigt wird. Das trifft sowohl auf die pflanzliche als auch auf die traditionelle Gerbung zu.
Zwar sind die Farb- und Gerbstoffe beim Bioleder umweltfreundlicher, allerdings werden deutlich mehr Bäderwechsel benötigt und es ensteht ein voluminöser Schlamm, der zusammen mit den enorm höheren Mengen an Abwasser umweltbelastend ist.

Gegenüber pflanzlich gegerbtem besitzt das traditionell gegerbte Leder eine doppelt so hohe Reißfestigkeit, dabei ist es auch leichter, weil die zum Gerben verwendeten Chromsalze die Haut nicht füllen: Der Gerbstoff macht nur bis zu 4% (bei neueren Ledern sogar nur ca. 1,5%) des Ledergewichts aus, während naturgegerbtes Leder einen Gerbstoffgehalt von 20 Prozent aufweist. (Quelle: www.lederzentrum.de). Zudem ist Naturleder sehr viel empfindlicher gegenüber Schmutz und Nässe.

Auch Manfred Renner vom Fraunhofer-Institut für Umwelt, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen, ist der Meinung, dass chromgegerbtes Leder nach wie vor die höchste Qualtität aufweist und zeitgemäß ist. (Frankfurter Rundschau, 20. Juni 2012)

Allerdings gibt es natürlich auch bei der Chromgerbung und der verwendeten Rohware deutliche Unterschiede in der Qualität.
Bei uns kommt nur Leder aus erklassiger meist süddeutscher oder zentraleuropäischer Rohware zum Einsatz, die ökologisch mineralgegerbt worden ist. Die mineralische Gerbung von Leder unterliegt in Deutschland hinsichtlich der Gerbstoffe strengsten Vorschriften. Insbesondere müssen die Stoffe frei sein von: PCP (Pentachlorphenol), Azo-Farbstoffen, Formaldehyd und Chrom VI. Es werden nach heutigem Kenntnisstand also nur ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche chemische Hilfsmittel eingesetzt. Es wird zwar mit Chrom gegerbt, aber auch mit Sachverstand, so dass kein giftiges Chrom VI entstehen kann.

Vor der Einleitung in die öffentliche Kanalisation wird bei ökologischer Mineralgerbung in betriebseigenen, teils auch zusätzlich in kommunalen, Kläranlagen das Abwasser von allen unerwünschten Stoffen gereinigt. (Weitere Informationen: VDL)

Eine Fertigung im Ausland oder Asien kam natürlich auch nicht in Frage. Die Halsbänder werden hier in Düsseldorf bei Zaunkönig Lederhandwerk hergestellt.

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